Wie können kleine und mittlere Unternehmen Ihre Produktion digitalisieren und neue Montagearbeitsplätze integrieren?

Der Schlüssel für wirtschaftliche Produktion sind eine effiziente Intralogistik und reibungslos funktionierende Montageprozesse. Mehr und mehr helfen Digitalisierungsprozesse, Unternehmen in den Bereichen Logistik und Montage zu verbessern. Kunden erwarten immer schnellere Verfügbarkeit, große Auswahl und individuelle Produkte. Diese Anforderungen sind unter herkömmlichen Produktionsbedingungen immer schwieriger zu erfüllen. Betriebe in allen Branchen müssen sich der Herausforderung stellen und die Digitalisierung in der Produktion vorantreiben.

Oft betreten Unternehmen der Fertigung bei Planung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten Neuland. Gerade die genauen Vorteilseffekte und Realisierungsmöglichkeiten sind oft schwer einschätzbar. Hier können Kompetenzpartner helfen, die Verbesserungspotenziale aufdecken und mögliche Optimierungsmaßnahmen aufzeigen. Das Mittelstand-Digital Zentrum Ruhr-OWL kann mit gemeinsamen Workshops und Bestandsaufnahmen helfen den Stein ins Rollen zu bringen. Oft bedarf es einem ersten Schritt, damit durch erste Erfolge weitere Maßnahmen umgesetzt werden können.

Digitalisierung von der Montage für die Montage

Besonders wichtig ist, bei allen Maßnahmen auch die Mitarbeiter in der Montage miteinbeziehen und Ihnen die eventuelle Angst zu nehmen. Durch bereichsübergreifende Zusammenarbeit und gezielte Fördermaßnahmen können zum Beispiel Montagemitarbeiter integriert werden, die besonderes Interesse an Digitalisierungsmaßnahmen signalisieren. Was sehr hilfreich ist, sind schnelle Erfolge, auch wenn diese zunächst nur klein sind. Wenn jeder Mitarbeiter merkt, wie der Digitalisierungsprozess auch in der Montage positiv wirkt, entsteht eine viel größere Veränderungsbereitschaft und im besten Fall zusätzlicher Austausch, von dem alle profitieren.

 

Logistik für Losgröße 1: Wenn das Material den Prozess bestimmt

In einigen Branchen geht der Trend immer mehr zu individuellen Produkten. Dafür müssen alle Prozesse in der Montage und Logistik auf die Losgröße 1 abgestimmt werden. Damit der Individualisierungsaufwand nicht überhandnimmt, müssen alle Prozesse überdacht werden. Um flexibel genug produzieren zu können, ist eine vollständige IT-Vernetzung die beste Lösung. So kann der Arbeitsplatz automatisch anhand der Auftragsdaten parametrisieren. Das spart Zeit, verringert das Risiko von Fehleingaben und erhöht letztlich die Effizienz in der Montage.
Die Automatisierungssysteme der Zukunft müssen fähig sein, jedes Produkt genau zu identifizieren und innerhalb des Produktionsprozesses konstant verfolgen zu können. Jedes Produkt bekommt so eigene Produktionsparameter zugeordnet, die effizient abgearbeitet werden können. So wird das Produkt zur Grundlage der Steuerung der Montage. Das Produkt an sich wird durch einen Barcode sozusagen zum smarten Produkt und kann den Produktionsprozess selbst steuern.

Für jedes Produkt sollten bestimmte Daten hinterlegt sein, zum Beispiel:
• Auftragsnummer
• Produktbeschreibung
• Notwendige Herstellungsprozesse
• Benötigte Produktionsmaterialien
• Notwendige Prüfprozesse
• Priorität

Wird die Montage so gestaltet, dass diese Daten jederzeit für alle verfügbar sind, wird nicht nur die Produktion selbst effizienter, sondern auch eine viel genauere Planung möglich.

 

Im Digitalisierungs-FAQ werden weitere Fragen zur Implementierung von Digitalisierungsprojekten beantwortet.