"Digitalisierungsaktivitäten sollten mit der Unternehmensstrategie verknüpft werden."

Auf die Frage, wie die industrielle Transformation auch von kleinen und mittleren Unternehmen gestaltet werden kann, gibt es nicht nur eine Antwort. Welche Maßnahmen für welches Unternehmen Mehrwerte schaffen, kann nur individuell betrachtet werden. Die Säule Konzipieren stellt die strategische Ausrichtung und ganzheitliche Betrachtung von IST- und SOLL-Stand in den Fokus. Im Kurz-Interview erläutert Daniela Hobscheidt, warum das so wichtig ist.

Was müssen Unternehmen beachten, wenn sie die industrielle Transformation meistern und Maßnahmen für die Unternehmenspraxis konzipieren möchten?
Ganz wichtig ist, sich die Handlungsbedarfe und -felder anzuschauen. Nur wenn klar ist, welche Anwendungen dem Unternehmen einen Mehrwert bringen, macht zum Beispiel auch die Einführung neuer Technologien und ITSysteme Sinn. Gerade für KMU kann es schließlich fatal sein, wenn sie eine Investition in ein System tätigen, das nicht hilfreich ist. Darum setzen wir immer bei der jeweiligen Ausgangssituation der Betriebe an. Es geht darum herauszufinden, welche Potenziale für Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Innovationsmanagement vorliegen. Dazu schauen wir uns die Unternehmensprozesse genau an, analysieren den IST-Stand, formulieren Verbesserungspotenziale und Ziele - also den SOLL-Stand - und legen eine geeignete Umsetzungsreihenfolge fest.

Ein neuer Servicebaustein der Säule Konzipieren ist die digitale Strategieentwicklung. Welche Rolle spielt dieses Angebot im Konzeptionsprozess?
Es ist extrem wichtig, die Digitalisierungsaktivitäten frühzeitig mit den strategischen Aktivitäten des Unternehmens zu verknüpfen. So entsteht eine Gesamtvision, an der sich das Unternehmen orientieren kann. Denn Digitalisierung als Selbstzweck läuft ins Leere. Die technologischen, organisatorischen und unternehmerischen Aspekte müssen zusammen betrachtet werden. Das ist sehr komplex, aber unerlässlich für die Entwicklung eines Konzepts, das langfristig funktioniert. Eine besonders große Rolle spielen dabei die sogenannten weichen Potenziale wie die Mitarbeitenden-Akzeptanz. Die Menschen, die mit den neuen Anwendungen und Abläufen
arbeiten sollen, müssen den Mehrwert erkennen und „mitgenommen“ werden – sonst können Digitalisierungsaktivitäten schnell scheitern.

Mit welchen weiteren Maßnahmen bietet die Säule Konzipieren KMU Unterstützung?
Wir haben Workshopformate mit verschiedenen Analysemethoden entwickelt, die den Unternehmen helfen, ihren eigenen Weg durch die industrielle Transformation zu beschreiten. Hilfreich ist beispielsweise unsere Potenzialanalyse, mit der wir durch den Einsatz unterschiedlicher Prozessmethoden Schwächen in den Abläufen aufdecken können. Auch bieten wir einen Selbstcheck an - online
oder persönlich mit unseren Expert:innen - mit dem der aktuelle industrielle Reifegrad eines Unternehmens festgestellt wird.

Bitte vervollständigen Sie den Satz: Die industrielle Transformation konzipieren bedeutet,…
...frühzeitig und in Abstimmung mit den strategischen Initiativen den individuellen Handlungsbedarf eines Unternehmens zu ermitteln.

Zurück